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Implantate

Einsatzgebiete von Implantaten

Implantate dienen der Erzeugung von künstlichen Wurzeln auf denen fester oder abnehmbarer Zahnersatz befestigt wird. Der Begriff Implantat bezieht sich dabei nur auf die künstlichen Wurzeln (Haltepfosten), die mit dem Kieferknochen verwachsen. Der eigentliche Zahnersatz, der auf den Implantaten aufbaut, wird als Überkonstruktion bezeichnet.

Einsatzgebiete in der Zahnmedizin für eine Implantatversorgung sind bspw. genetisch bedingt fehlende seitliche Schneidezähne, wobei die Nachbarzähne gesund sind. Hier kann ohne Veränderung der Nachbarzähne ein Einzelimplantat eingesetzt werden. Zahnloser Kiefer mit starkem Abbau des Kieferknochens, bei dem normaler Zahnersatz keinen Halt mehr findet, ist ein weiteres Einsatzgebiet. Grundsätzlich können Implantate für Einzelzahnersatz eingebracht werden. In Fällen von traumatisch bedingten Zahnverlust im Frontzahnbereich sowie auch im Seitenzahnbereich bei gesunden Nachbarzähnen. Die Implantate bieten hierbei dem Zahnersatz stabilen Halt und verhindern ein Verrutschen oder Herausfallen des Zahnersatzes. In den aufgeführten Fällen können Implantate sehr komfortabel fehlende Zähne ersetzen und somit zu einer hohen Lebensqualität führen.

Die Überkonstruktion

Der Aufbau auf den Implantaten kann je nach Situation festsitzender oder abnehmender Zahnersatz sein. Die Überkonstruktion (der eigentliche Zahnersatz) kann je nach Situation in Form von Einzelkronen, Brücken oder anderen Konstruktionen erstellt werden. Heutige Implantate bestehen aus Titan und sind bereits seit Jahrzehnten ein fester Bestandteil in der Zahnheilkunde. In der zahnärztlichen Implantologie werden ausschließlich sehr gut verträgliche Materialien verwendet. Auch im Rahmen von künstlichen Hüft- und Kniegelenken sind diese Materialien schon lange im Einsatz. Der chirurgische Teil der Implantate (das Einbringen der Implantate in den Kiefer) ist derzeit eine fast ausschließliche Privatleistung. Für die Überkonstruktion besteht derzeit ein Anspruch auf Festzuschuß für eine Basisversorgung (Stand Mitte 2014). Die Behandlungsmöglichkeiten mit Implantaten können folgendermaßen kategorisiert werden:

  • Einzelzahnersatz
    Lediglich ein einzelner Zahn bekommt eine künstliche Wurzel und Aufbau.
  • Mehrere Zähne im Frontzahnbereich
    Haltepfosten für mehrerer Zähne im sichtbaren Frontzahnbereich,bspw. als Basis für eine Brücke.
  • Mehrere Zähne im Backenzahnbereich
    Haltepfosten für mehrerer Zähne im nicht sichtbaren Seitenzahnbereich.bspw. als Basis für eine Brücke.
  • Halterung im zahnlosen Kiefer
    Befestigung von Haltepfosten für festsitzende oder herausnehmbare Prothesen.

Zur Vermeidung von Schäden an wichtigen anatomischen Strukturen im Einsatzbereich der Implantate, können je nach Situation in der Planungsphase dreidimensionale Röntgenaufnahmen mittels digitaler Volumentomographie (DVT) herangezogen und somit das Risiko von Komplikationen verringert werden.